Beschneidung des Vergnügens?Dienstag, 17. April 2007
Beschneidung des Vergnügens?Ist die Beschneidung ein medizinischer Irrtum oder heißt weniger Vorhaut mehr Spaß am Sex? Laut einer koreanischen Studie geht für viele Männer nach einer späten Beschneidung angeblich der Spaß an Sex und Masturbation verloren.
Ob "Mann" im Gegenzug neuen und besseren Sex bekommt, stellen die koreanischen Forscher allerdings nun in Frage. Wer bereits sexuell erfahren ist und sich dann beschneiden lässt, hat hinterher womöglich sogar weniger Spaß an Sex und Selbstbefriedigung. Durch den Eingriff gingen so genannte Nervenendigungen (Verbindungen zwischen den Nerven in der Haut) verloren, was wiederum das Lustgefühl verringert. Gesundheitlich sinnvoll?Fakt ist, dass für erwachsene Männern bei denen die Vorhaut zu eng ist, kein Weg an einem chirurgischen Eingriff vorbeiführt. Bei einer sogenannten relativen Vorhautenge lässt sich die Vorhaut bei der Erektion nur mit großen Schwierigkeiten und Schmerzen bewegen. Wird die Vorhaut gewaltsam zurückgezogen oder beim Sex überdehnt, bilden sich Risse auf der Innenseite, durch deren Vernarbung sich das Gewebe weiter zusammenzieht - die Vorhaut wird enger. Auch Männer, die an Diabetes leiden, neigen verstärkt zu Entzündungen der Vorhaut und anschließender Narbenbildung. Hygienisch betrachtet können sich unter der Vorhaut Talg, Urin und abgestoßene Hautzellen zu einer weißlichen Masse namens Smegma zusammenklumpen, die unter dem Ruf steht, Penis- und Gebärmutterhalskrebs zu begünstigen. Um dem vorzubeugen, bedarf es aber keiner Entfernung der Vorhaut - gründliches Duschen reicht völlig aus um dem vorzubeugen! Anders sieht es allerdings beim Thema Ansteckung mit dem HIV-Virus aus: Laut einer Studie der französischen Ambroise-Pare Klinik in Boulogne sind beschnittene Männer resistenter gegen eine Infektion als unbeschnittene! Wo genau die Gründe liegen, kann bislang jedoch nur vermutet werden: "Die Eichel verhornt nach der Beschneidung. Nach sexuellem Kontakt trocknet die Eichel außerdem schneller. Das reduziert die Lebensdauer des Virus nach dem Sex mit einem HIV infiziertem Partner. Zudem ist die Hautfläche des männlichen Glieds geringer und redzuiert somit die Angriffsfläche für HIV, die vor allem in der Vorhaut gegeben ist", so Forschungsleiter Bertran Auvert. Inhalt
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