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Erektile Dysfunktion belastet Beide

von Bernd L.
Dienstag, 03. April 2007

Erektile Dysfunktion - Belastung für Beide

Auch die Partnerin wird durch Erektionsstörung des Mannes beeinträchtigtAuch wenn es selten offen ausgesprochen wird, leiden fast alle Männer gelegentlich einmal unter einer vorübergehenden Erektionsstörung. Nur bei einigen von ihnen entwickelt sich daraus jedoch ein chronisches Leiden, das auf Medikamente, Alkohol und Nikotin, Depressionen oder auch Stress zurückgeführt werden kann. Auch Krankheiten wie Epilepsie hemmen die Libido, erektile Dysfunktion und Orgasmusstörungen sind häufiger als bei gesunden Männern.

Weltweit sind 152 Millionen Männer von einer erektilen Dysfunktion (ED) oder Impotenz betroffen, schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Umgangssprachlich sind damit meist Erektionsstörungen gemeint, d.h. der Penis versteift sich nicht ausreichend oder die Erektion kann nicht lange genug gehalten werden, um einen befriedigenden sexuellen Akt zu erleben. Laut einer Studie der Uni Köln sind alleine in Deutschland rund vier bis sechs Millionen Männer im Alter zwischen 30 bis 70 Jahren von einer ED betroffen.

Unabhängig von der tatsächlichen Ursache belasten Erektionsstörungen aber in der Regel die Partnerschaft und schwächen das Selbstvertrauen. Eine Studie zeigt nun, dass durch Behandlung der ED nicht nur die eigene Erektionsfähigkeit, sondern auch das sexuelle Erleben ihrer Partnerinnen verbessert! Partnerinnen von mit Levitra behandelten Männern, die selbst keinerlei physische Sexualstörungen hatten, erlebten eine deutliche Verbesserung ihres Empfindens von Lust, Erregung, Orgasmus und Zufriedenheit beim Sex.

Gründe für EDLässt der Mann seine ED behandeln, profitiert auch die Frau davon. Der leitende Autor der Studie Dr. Irwin Goldstein, Professor für Urologie an der Massachusetts University in Boston, nennt ein weiteres wichtiges Ergebnis der Untersuchung: "Auch die Physiologie der Frauen, deren Partner mit Levitra behandelt wurden, veränderte sich, obwohl bei ihnen selbst keine medikamentöse Intervention stattfand." Insofern sollten die beiden Partner das Problem auch gemeinsam angehen.

Dr. Irwin Goldstein bestätigt die Bedeutung der Rolle der Frau: "Die Partnerin hat einen starken Einfluss darauf, ob sich der Mann behandeln lässt." Das heisst: Offenheit, Vertrauen und Gespräche sind die erste Voraussetzung dafür, dass Paare wieder zu einem erfüllten Liebesleben finden.

ED ist eine Funktionsstörung, die Mann und Frau angeht und die deshalb auch gemeinsam behoben werden sollte. An der prospektiven 12-wöchigen Multicenter-Studie nahmen 229 heterosexuelle Paare (Männer mit ED und ihre Partnerinnen) teil. Die positive Wirkung auf das sexuelle Erleben der Frauen wurde mit dem Female Sexual Function Index (FSFI) gemessen.

Zur Behandlung der ED werden üblicherweise z.B.chemische PDE-5-Hemmer, Vakuumpumpen, Schwellkörperautoinjektionstherapien(SKAT), der Einsatz von Harnröhrenstäbchen die mit Hilfe eines Appikators eingeführt werden (MUSE), Psychoanalysen oder letztlich operative Eingriffe vorgenommen bzw. verwendet.

Wer sich über das Thema ED eingehender informieren will, kann dies über die Impotenz-Selbsthilfe machen oder unsere amojoo - Linktipps nutzen.

 
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