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Selbstbefriedigung für den guten Zweck

von Michael T.
Freitag, 08. Dezember 2006

Selbstbefriedigung für den guten Zweck

Normalerweise geht es dabei nicht um Wettbewerb: In Großbritannien allerdings masturbierten Hunderte von Frauen und Männern um die Wette - im Dienste der Sexualaufklärung und vom Fernsehen beobachtet.

Der Startschuss für den ersten "Masturbathon" Großbritanniens wurde am 5. August in London von den Organisatoren des Zentrum für Sex und Kultur gegeben. Der Sender Channel Four begleitete den ungewöhnlichen Wettbewerb im Rahmen einer sogenannten "Wank Week".

masturbateDie Veranstaltung ist ein Import aus San Francisco, wo bereits fünf Selbstbefriedigungs-Wettbewerbe stattgefunden haben. Die Idee der Erfinder: "Sie sind eine Möglichkeit, die Öffentlichkeit dazu anzuhalten, Selbstbefriedigung als Safer-Sex-Methode einzusetzen", heißt es auf der Website der Organisatoren. Zudem sollte der Wettbewerb Spendengelder einbringen: Für jede Minute, die Teilnehmer masturbieren, spendeten Sponsoren Geld. Dies floß an wohltätige Einrichtungen, die sich im Kampf gegen HIV und für sexuelle Aufklärung engagieren.

Die TV-Produktionsfirma Zig Zag, die die Veranstaltung für das Fernsehen aufbereitete, sah die Sendung als Toleranztest: "Es war Zeit, das Ereignis über den Teich zu holen, um zu schauen, ob die britische Öffentlichkeit Massenmasturbation begrüßen kann. Und es funktionierte", hieß es auf der Internetseite des Unternehmens. Bei Channel Four wußte man um das Provokationspotential der Sendung - und verteidigte das Programm als Aufklärung. "Masturbation ist etwas, das viele Menschen machen. Aber nur wenige reden darüber", sagte Channel-Four-Unterhaltungschef Andrew MacKenzie, der von der "Daily Mail" bereits für seine Programmgestaltung als "Chef-Pornograf" bezeichnet wurde. Er hatte zuvor Erfolg mit der "Penis Week" in der der Sender sich ausführlich mit dem männlichen Geschlechtsorgan befasst hat.

Der Wettbewerb fand in einem Fernseh-Studio im Londoner Stadtteil Clerkenwell statt, Hunderte Teilnehmer traten an. Preise gab es zum einen für die meisten Orgasmen. Zum anderen wurde eine Auszeichnung an jene vergeben, die am längsten masturbierten. Der Rekord für Dauer-Masturbation lag  bei achteinhalb Stunden. Allerdings sind fünf Minuten Pause pro Stunde erlaubt. Wie die Vorbereitungen gelaufen sind, kann man auch auf YouTube sehen...

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