Schutz vor GebärmutterhalskrebsDienstag, 07. Oktober 2008
Ungeschützter GV: Schutz vor GebärmutterhalskrebsAls Hauptrisikofaktor für Gebärmutterhalskrebs gilt die Infektion mit bestimmten humanen Papillomviren (HPV). Diese verursachen Warzen im Genitalbereich und werden unter anderem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Dies erkannte vor mehr als 30 Jahren bereits Harald zur Hausen, der jetzt dafür den Nobelpreis für Physiologie und Medizin bekam. Gerade wenn die sexuelle Aktivität in jungen Jahren aufgenommen wird, scheint das Gewebe am Gebärmutterhals besonders empfänglich für eine Infektion zu sein. Werden die Sexualpartner, vor allem bei einem ungeschützten Verkehr, häufig gewechselt, steigt auch das Risiko, sich mit HPV zu infizieren.
Derzeit erkranken jedes Jahr rund 6500 Frauen (etwa 3%) an Gebärmutterhalskrebs, 1700 sterben daran. Tatsächlich infizieren sich sieben von zehn Frauen im Laufe ihres Lebens mit Warzenviren. Doch die Infektion verläuft ohne Beschwerden und heilt bei 90 Prozent der Frauen von allein wieder aus. Nur ausnahmsweise droht sie chronisch zu werden. Dann können Zellen entarten und Krebs (Zervixkarzinom) entstehen. Gebärmutterhalskrebs ist also eine sehr seltene Folge einer sehr häufigen Infektion. Etwa 80% aller sexuell aktiven Menschen machen mindestens einmal in ihrem Leben eine HPV-Infektion durch. In Ländern, in denen die Beschneidung der Penisvorhaut im Kindesalter üblich ist, fällt eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit auf, an einem Zervixkarzinom zu erkranken. Der Grund liegt darin, dass beschnittene Männer weniger von den Hochrisikotypen des HPV befallen sind und diese deshalb weniger oft an Frauen übertragen können. Inhalt
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