von Michael T.
Donnerstag, 10. April 2008
... Wunderpille Viagra...
Wunderpille Viagra...
Bei Lungenhochdruck: Vor allem Frauen profitieren von den Ergebnissen einer Untersuchung mit 278 Testpersonen an der Universität Gießen. Die Forscher fanden heraus, dass Sildenafil effektiv gegen lebensgefährlichen Lungenhochdruck hilft, an dem vorwiegend Frauen erkranken. Viagra-Hersteller Pfizer vertreibt daher seit 2006 ein Medikament namens Revatio auf Sildenafil-Basis gegen Lungenhochdruck.
Bei Unfruchtbarkeit der Frau: Viagra kann Frauen helfen, schwanger zu werden. Dies gilt aber nur, wenn die vorherige Unfruchtbarkeit auf eine zu dünne Gebärmutterschleimhaut zurückzuführen ist. Die blauen Pillen lassen die Gebärmutterschleimhaut innerhalb von wenigen Tagen deutlich anwachsen. Zu diesen Ergebnissen kamen Wissenschaftler des Sher-Brody Institut für Reproduktionsmedizin in Las Vegas.
Zur Luststeigerung bei Frauen: Forscher der Universität Kalifornien in Los Angeles testeten Viagra als Liebesmittel für Frauen. Das Ergebnis: Sildenafil hilft Frauen mit sexuellen Erregungsstörungen und wird von den Betroffenen gut vertragen. Die genitale Empfindung während des Geschlechtsverkehrs oder bei Stimulation und die Befriedigung durch Geschlechtsverkehr oder Vorspiel verbesserten sich.
Bei Schlaganfall: Forscher des Henry Ford Hospitals in Detroit fanden in Tierversuchen heraus, dass der Viagra-Wirkstoff Schlaganfallpatienten helfen kann. Er regt das Wachstum von Nervenzellen an und verbessert die Gehirnfunktion.
Bei Erinnerungslücken: Verschiedene Studien zeigten, dass Viagra auch das Erinnerungsvermögen und die Lernfähigkeit verbessern kann. Wie das geschieht, ist allerdings noch nicht erforscht. Es gibt lediglich verschiedene Theorien dazu.
Bei Multiple Sklerose: Viagra kann Multiple Sklerose und Diabetes zwar nicht heilen, aber die Lebensqualität der Patienten verbessern. Wenn die Libido unter der Krankheit leidet, müssen laut Urteil des Bundessozialgerichts vom Mai 2005 die Krankenkassen sogar die Kosten für die blauen Pillen übernehmen. Das Gericht sah die positiven Auswirkungen auf das Sexualleben der Patienten als erwiesen an.
Bei Jetlag: Wissenschaftler der Quilmes National Universität von Buenos Aires (Argentinien) fanden bei Versuchen mit Hamstern heraus, dass der Wirkstoff von Viagra die Biorhythmusstörungen nach einem Transatlantikflug vermindert. Das Ganze wirkt allerdings nur bei Flügen nach Osten. Mann muss dabei keine Angst vor einer ausgebeulten Hose nach der Landung haben, dafür sind die benötigten Dosen zu klein.